{"id":1329,"date":"2021-02-16T16:41:27","date_gmt":"2021-02-16T15:41:27","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/?p=1329"},"modified":"2021-04-12T09:36:00","modified_gmt":"2021-04-12T08:36:00","slug":"aus-der-zeilenschmiede-jess-crutchley","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/?p=1329","title":{"rendered":"Aus der Zeilenschmiede: Jess Crutchley"},"content":{"rendered":"<p>In dieser Ausgabe: Jess Crutchley, Senior Editor and Translator<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Was hast Du Dir f\u00fcr 2021 vorgenommen?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Ich m\u00f6chte nochmal einen Marathon laufen, nach M\u00f6glichkeit in weniger als vier Stunden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Hast du im Zuge deiner beruflichen Laufbahn Ver\u00e4nderungen im Sprachgebrauch beobachtet?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Deutschen werden immer h\u00e4ufiger bewusst englische Begriffe und Wendungen gebraucht, das gilt vor allem f\u00fcr die Umgangssprache, aber auch f\u00fcr die Texte, die wir \u00fcbersetzen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist jeder Text, den wir bearbeiten, anders und stellt je nach Kunde, Zweck und Zielgruppe seine eigenen Anforderungen. Werden in einem deutschen Text jedoch gro\u00dfz\u00fcgig englische Begriffe verwendet, kann das beispielsweise bei der \u00dcbersetzung journalistischer Texte ins Englische recht knifflig sein. Dass in einem deutschen Text zuerst der deutsche und dann kurz sp\u00e4ter der englische Begriff als Synonym benutzt wird, habe ich unz\u00e4hlige Male gesehen.<\/p>\n<p>Ein Beispiel: <em>Wir bieten Ihnen ein breites Spektrum an Dienstleistungen. Zu unserem Serviceangebot geh\u00f6rt unser vielfach preisgekr\u00f6nter Kundendienst. <\/em>W\u00f6rtlich \u00fcbersetzt w\u00e4re das: <em>We offer a wide range of services<\/em>. <em>The services we offer include our multiple prizewinning customer services.<\/em><\/p>\n<p>Da sich so etwas aber nicht gerade sch\u00f6n liest, vermeiden wir es bei der \u00dcbersetzung solcher Texte ins Englische m\u00f6glichst, in kurzen Abst\u00e4nden dasselbe Wort zweimal zu benutzen. Die maschinelle \u00dcbersetzung hat damit \u00fcbrigens \u00fcberhaupt kein Problem \u2013 der stilistische Feinschliff ist deshalb ein schlagendes Argument daf\u00fcr, warum sie den menschlichen \u00dcbersetzer nicht ersetzen kann. Um also nicht zweimal hintereinander dasselbe Wort zu benutzen, brauchen wir entweder ein anderes Synonym (das nicht immer existiert) oder m\u00fcssen die Aussage geschickt umschreiben. Et voil\u00e0: <em>Our multiple prizewinning customer support is just one part of the diversified portfolio of services we offer you.<\/em><\/p>\n<p>In anderen F\u00e4llen kann die Verwendung englischer Begriffe im Deutschen unseren Job aber auch erleichtern. Wenn wir sicher sind, dass ein bestimmtes Wort oder eine Wendung tats\u00e4chlich passt und kein Denglisch ist, k\u00f6nnen wir die Formulierung auch in unseren Zieltexten verwenden. H\u00e4ufig ist das bei neuen Konzepten im Hightech-Bereich der Fall, die der englischsprachigen Welt entstammen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Welchen Tiernamen magst du am liebsten in seiner wortw\u00f6rtlichen Bedeutung?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Ist vielleicht ein bisschen albern, aber englische Muttersprachler wird die w\u00f6rtliche \u00dcbersetzung von \u201eskunk\u201c \u2013 also \u201eStinktier\u201c sicherlich erheitern. Wer einmal erlebt hat, welchen Geruch dieses Tier absondert, wei\u00df, dass das eine ziemlich treffende Beschreibung ist. Deutsch ist einfach eine wunderbar wortgetreue und veranschaulichende Sprache!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ist das Glas halbvoll oder halbleer?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Da muss ich an einen cleveren Spruch denken, den ich hier in Deutschland mal auf einem Bierdeckel gelesen habe: \u201eDas Glas ist halb voll \u2013 aber nicht mehr lange!\u201c Ich betrachte das Glas immer als halbvoll, zumindest versuche ich es. Meiner Erfahrung nach kann negatives Denken unglaublich zerm\u00fcrbend sein, deshalb bem\u00fche ich mich immer sehr, beide Seiten zu sehen und jeder Situation etwas Positives abzugewinnen. Sollten doch einmal die negativen oder pessimistischen Gef\u00fchle \u00fcberwiegen, kann ich mich entscheiden: Entweder ich \u00e4ndere etwas an meiner Lage oder ich \u00e4ndere meine Einstellung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Homeoffice: Top oder Flop?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Zuhause zu arbeiten hat zwar immense Vorteile, im Idealfall w\u00fcrde ich aber sowohl daheim als auch im B\u00fcro arbeiten. Nach fast einem ganzen Jahr im Homeoffice vermisse ich dann doch einige Dinge aus dem B\u00fcroalltag!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li><strong>See oder Meer?<\/strong><\/li>\n<\/ul>\n<p>Bitte nicht falsch verstehen, aber auch wenn ich die zahlreichen Seen im M\u00fcnchner Umland gro\u00dfartig finde, w\u00fcrde ich mich doch f\u00fcr das Meer entscheiden. Das Rauschen der Wellen und die Seeluft finde ich einfach unglaublich entspannend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit unseren letzten Interviews bei Klein Wolf Peters vor gut eineinhalb Jahren ist, vorsichtig ausgedr\u00fcckt, einiges passiert. Um uns zumindest ein bisschen Normalit\u00e4t zur\u00fcckzuerobern, starten wir nun in die n\u00e4chste Runde.<\/p>\n","protected":false},"author":10,"featured_media":1338,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[2],"tags":[93,94,562,95,563,25],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1329"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/10"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1329"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1329\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1348,"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1329\/revisions\/1348"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/1338"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1329"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1329"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1329"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}