{"id":556,"date":"2018-07-16T13:24:40","date_gmt":"2018-07-16T12:24:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kleinwolfpeters.com\/blog?p=556"},"modified":"2018-07-16T15:05:10","modified_gmt":"2018-07-16T14:05:10","slug":"translate-better-fortbildung-fuer-profis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/?p=556","title":{"rendered":"\u201eTranslate Better\u201c \u2013 Fortbildung f\u00fcr Profis"},"content":{"rendered":"<p><em>Von Kristin Fehlauer, aus dem Englischen von Maria Wolf<\/em><\/p>\n<p>Der aufgeheizte Kies knirscht unter meinen Sohlen auf dem Weg durch den gro\u00dfz\u00fcgigen Innenhof. Das warme Rot der alten Backsteingeb\u00e4ude hebt sich kontrastreich gegen den strahlend blauen Himmel ab. Schwalben flattern gesch\u00e4ftig durch die Luft und bringen Nahrung zu ihren Nestern unter den Giebeln. F\u00fcr die Jahreszeit ungew\u00f6hnlich gnadenlos brennt die Sonne auf mein Haupt. Am Horizont lockt ein glitzernder See mit k\u00fchlem Nass. Doch mein Weg f\u00fchrt heute an ihm vorbei.<\/p>\n<p>So empfing mich das Landgut Stober, eine beliebte Tagungsst\u00e4tte und Eventlocation rund 30 Kilometer westlich von Berlin. Das Hotel sollte f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Tage mein Zuhause sein. Hierher hatte der Bundesverband der Dolmetscher und \u00dcbersetzer e. V. (BD\u00dc) Ende Mai zu einem Workshop unter dem Titel \u201eTranslate better\u201c \u2013 besser \u00fcbersetzen \u2013 eingeladen. Im Mittelpunkt stand das Handwerkszeug der \u00dcbersetzer mit Deutsch und Englisch als Arbeitssprachen. Die Nationalit\u00e4tenvielfalt der Teilnehmer, der Charme der Location und die Qualit\u00e4t der K\u00fcche trugen zu einem \u2013 im positiven Sinne \u2013 \u00fcberw\u00e4ltigenden Erlebnis bei.<\/p>\n<p>Ich war \u00fcberrascht, wie beruhigend doch die Feststellung auf mich wirkte, dass andere \u00dcbersetzer mit den gleichen Herausforderungen sprachlicher und kultureller Natur ringen wie ich. Anders als viele andere \u00fcbersetze ich zwar nicht isoliert in meinem K\u00e4mmerlein vor mich hin, sondern tausche mich t\u00e4glich als Festangestellte eines Kommunikationsunternehmens mit meinen Kollegen aus. Dennoch war die Begegnung mit unternehmensfremden Kollegen eine Bereicherung. Viele haben v\u00f6llig andere Arbeitsgebiete und Arbeitsbedingungen: Ein Gutteil der Teilnehmer waren Freiberufler, die von zu Hause aus und in Feldern arbeiten, in die ich allenfalls mal hineingeschnuppert habe: Kunst, medizinische Fachb\u00fccher, technische Redaktion oder sogar Podcasts. Ihre Erfahrungen und Einblicke waren erfrischend neu, andererseits aber auch wieder beruhigend vertraut und motivierend, wenn meine Berichte von \u00dcbersetzungsproblemen mit \u201eOh ja, das kenn ich\u201c und \u201eSo geht\u2019s mir auch\u201c erwidert wurden.<\/p>\n<p>Ich hatte das Gl\u00fcck, dass ich an der Konferenz zusammen mit zwei meiner deutschen Kolleginnen teilnehmen durfte. Da die Workshops parallel nach Sprachgruppen getrennt (Englisch ins Deutsche und Deutsch ins Englische) stattfanden, konnten wir anschlie\u00dfend unsere Erkenntnisse abgleichen und das Gelernte im Gedankenaustausch vertiefen.<\/p>\n<p>Einziger Wermutstropfen: Wir hatten einfach viel zu wenig Zeit, um gem\u00fctlich auf der Terrasse zu sitzen, den Blick auf den See zu genie\u00dfen und die vielen Anregungen in Ruhe zu verarbeiten. Immer wieder gab es interessante Gespr\u00e4che, noch eine wichtige Frage und einen weiteren zu er\u00f6rternden Aspekt \u2013 oder ab und zu ein bisschen Arbeit nebenbei, die einen davon abhielten. Ach, h\u00e4tte ich doch nur den Lauf der untergehenden Sonne aufhalten und die Abendstunden in die L\u00e4nge ziehen k\u00f6nnen, um in aller Stille die Eindr\u00fccke des Tages in mich einsinken und meinen Blick mit den Libellen in die D\u00e4mmerung des Abendlichts schweifen zu lassen \u2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In malerischer Idylle lernt es sich leichter. Impressionen eines Symposiums, an dem ich j\u00fcngst unweit von Berlin teilgenommen habe.<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":564,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[2],"tags":[174,175,63,176,177],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/556"}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=556"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/556\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":567,"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/556\/revisions\/567"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/564"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=556"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=556"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.kleinwolfpeters.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=556"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}