Hinterm Bildschirm: Julia Harwardt

Posted September 9, 2019

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In dieser Folge: Julia Harwardt, Senior Editor and Translator

 

  • Welche Wörter findest du am schwierigsten zu übersetzen?

Hm, da fallen mir zwar einige ein, mit denen ich immer wieder kämpfe, aber was ich gerade bei Übersetzungen aus dem Englischen häufig anspruchsvoll finde, ist diese Fähigkeit der English natives, sehr komplexe Gedanken sehr kompakt auszudrücken. Das kann im Deutschen ganz schön knifflig werden, wenn es natürlich klingen soll, vor allem, wenn es Beschränkungen bei der Textlänge gibt.

 

  • Wie sieht für dich der perfekte Arbeitsplatz aus?

Ich arbeite meist im Homeoffice, und das passt sehr gut zu mir. Es ist ruhig, ich kann, wenn ich eine Pause brauche, zwischendurch auch mal etwas anderes erledigen, zum Beispiel meine Pflanzen gießen, und mir die Zeit einteilen. Zudem spare ich mir lange Arbeitswege. Durch diese Freiheiten arbeite ich effektiver und profitiere wiederum bei meiner Work-Life-Balance. Das gefällt mir so an unserem Unternehmen: Jeder hat die Möglichkeit, sein Arbeitsumfeld in weiten Teilen so zu gestalten, dass es den persönlichen Vorlieben und Lebensbedingungen entspricht.

 

  • Was magst du an deinem Job am meisten?

Dass ich das mache, was ich am besten kann: mit Wörtern herumspielen und Texte inhaltlich auseinandernehmen. Ich habe früher auch in anderen Bereichen gearbeitet – im Vertrieb, als Gäste- und Kundenbetreuerin, in einer Zeitungsredaktion, kurzfristig war ich auch mal angehende Politikwissenschaftlerin –, aber ich wusste am ersten Tag meiner Ausbildung zur Übersetzerin, dass ich genau das machen will und auch die nötigen Kompetenzen dazu mitbringe. Außerdem kann ich mit meinen Übersetzerkolleginnen und -kollegen über Rechtschreib- und Grammatikfragen debattieren, ohne gelangweilte Blicke oder genervte Seufzer zu ernten.

 

  • Hundefreund oder Katzentyp?

Hunde. Sie haben definitiv den höheren Unterhaltungsfaktor.

 

  • Hörbuch oder Papierbuch?

Trotz mehrmaliger und wirklich aufrichtiger Versuche kann ich mit Hörbüchern nicht viel anfangen. Ich weiß, dass viele bei der Hausarbeit oder anderen Routineaufgaben geradezu darauf schwören, aber ich höre dann nicht richtig zu, muss ständig „zurückspulen“ – schließlich will ich ja nichts verpassen – und steige am Ende doch wieder auf Papier um. Außerdem mag ich schöne Illustrationen und Umschläge, das Auge liest schließlich mit. 😉

 

  • Tee oder Kaffee?

Je nach Willensstärke nur einen Kaffee am Nachmittag, sonst Tee. Klappt aber auch nicht immer.

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