Der Blog über Blogs

Posted Februar 28, 2020

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Von Jess Crutchley

Aus dem Englischen von Julia Harwardt

Hier sitze ich also und schreibe einen Blog über Blogs (was meine Kollegin Kristin wahrscheinlich als „so meta“ bezeichnen würde). Den Auslöser gab eine Diskussion, die wir bei unserem letzten Team-Workshop in Dienten über das Thema Blogs führten, denn sie weckte meine linguistische Neugier: Woher stammt das Wort „Blog“ eigentlich?

Vor 15 Jahren noch war „Blog“ eines dieser seltsamen, neumodischen Wörter, die man vor allem im Dunstkreis junger Leute und Startups hörte. Doch mit der unaufhaltsamen Expansion des Online-Universums wurden Blogs ein absolutes Muss für jeden, der eine Website betreute und die Aufmerksamkeit seiner Zielgruppe auf sich lenken wollte.

Rein instinktiv ging ich zunächst davon aus, dass der Begriff irgendwie von „log“ abstammen musste ­– also von Protokoll oder Aufzeichnung. Aber woher kam das „B“ am Anfang? Nach einiger Internetrecherche stellte sich zu meiner Überraschung heraus, dass das Wort „Blog“ eine Kurzform des Kofferworts „weblog“ („web“ + „log“) ist. Das Cambridge Dictionary definiert es folgendermaßen:

weblog. noun. /ˈwebˌlɔɡ/ a website on which one person or group puts new information regularly, often every day.

(weblog: Nomen. /ˈwebˌlɔɡ/ eine Website, auf der eine Person oder Gruppe regelmäßig, häufig täglich, neue Informationen veröffentlicht)

blog. noun. /blɒɡ/ a regular record of your thoughts, opinions, or experiences that you put on the internet for other people to read.

(blog. Nomen. /blɒɡ/ eine regelmäßige Aufzeichnung persönlicher Gedanken, Meinungen oder Erfahrungen, die der Öffentlichkeit online zur Verfügung gestellt wird)

„Weblog“, „Online-Aufzeichnung“ oder „Internettagebuch“ waren vermutlich nicht griffig genug, um sich durchzusetzen. Laut dem Oxford English Dictionary entstand der Begriff „Blog“ im Jahr 1999; die Kurzform geht auf Peter Merholz zurück, der auf seiner Website dazu schrieb: „Ich werde statt ‚web-log‘ ab sofort ‚wee-blog’ sagen. Oder kurz: ‚blog‘.“

Mit seinem Siegeszug in den Massenmedien wurde „Blog“ schließlich von Merriam Webster zum „Wort des Jahres 2004“ mit den meisten Aufrufen in der Online-Ausgabe des Wörterbuchs gekürt.

Doch einen Blog zu schreiben ist schwieriger, als es auf den ersten Blick erscheint. Wer wirklich etwas erreichen will, und zwar im positiven Sinne, der muss auch wirklich gut schreiben können. Und bevor man in die Tasten haut, muss nicht nur die Zielgruppe klar sein; genauso wichtig sind packende, SEO-optimierte Inhalte mit den passenden Bildern, die die Botschaft untermauern.

Da wir bei Klein Wolf Peters unsere Zeit vor allem unseren Kunden widmen, können wir nicht täglich Blogs veröffentlichen. Dennoch nutzen wir diesen Kommunikationskanal gerne, um der Welt einen Eindruck von uns und unseren Schreibkünsten zu vermitteln und zu zeigen, wofür unser Unternehmen steht. Wir bloggen über alles Mögliche: über Sprache und die Kommunikationsbranche, über die jüngsten News aus dem Unternehmen und alles, was wir sonst noch als lesenswert erachten. Manche meinen ja, dass die Bloggerei allmählich überhandnimmt, doch da sind wir anderer Meinung. Auch wenn wir die Themen unserer Blogs immer den aktuellen Entwicklungen und Trends anpassen: Unser Blog selbst wird so schnell nicht aus der Mode kommen.

In der geschäftigen Welt von heute wünschen sich Leser kurze und damit schnell konsumierbare Texte. Damit komme auch ich zum Punkt: Wir bloggen, weil wir gerne schreiben und unsere Leser animieren wollen, immer wieder gerne zu unserer Seite zurückzukehren. Wir sind passionierte Wortakrobaten, unsere Texte sprechen für sich: Wir blöffen nicht – wir bloggen.

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